Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen

Lernen und Handeln für unsere Zukunft

Treibhausgasbilanz erstellen

Neue Lizenzen für die kommunale Treibhausgasbilanzierung sind verfügbar

Den hessischen Kommunen steht ab sofort wieder eine für ein Jahr kostenfreie Software-Lizenz zur kommunalen Treibhausgasbilanzierung zur Verfügung. Mit der webbasierten Bilanzierungssoftware ECOSPEED Region können die hessischen Kommunen mittels statistischer Daten wie auch kommunalen Daten ihren Energieverbrauch sowie ihre CO2-Emissionen darstellen und monitoren.

Wir unterstützen Kommunen außerdem mit Software-Schulungen zur Anwendung wie auch mit Beratungen bei Fragen zum korrespondierenden Klimaschutz-Aktionsplan. Kontaktieren Sie uns gerne bei Wünschen und Fragen unter den unten angegebenen Kontaktdaten.

Foto Nachweis: © Adobe Stock

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Ihr Weg zum Bestellformular

Sie möchten eine kommunale Treibhausgasbilanzierung für Ihre Kommune durchführen und dafür die für ein Jahr kostenfrei zur Verfügung gestellte Software-Lizenz ECOSPEED Region nutzen? Dann füllen Sie einfach das Bestellformular aus und schicken es über den Button "Bestellung abschicken" ab. Bitte beachten Sie, dass die Lizenzen nur von hessischen Städten, Gemeinden, Landkreisen, sowie deren Zusammenschlüssen genutzt werden dürfen.

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Wo entstehen Treibhausgase und in welcher Menge?

Eine Treibhausgasbilanzierung ist die Ausgangsbasis und ein Steuerungselement für Klimaschutzmaßnahmen in Ihrer Kommune. Nur wer die Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen kennt, kann passende Handlungsfelder festlegen und wirksame Maßnahmen vor Ort initiieren.

 

Die kommunale Treibhausgasbilanzierung dokumentiert die energiebedingten Treibhausgasemissionen, die jährlich in einer Kommune anfallen.  Dazu gehören folgende Sektoren:

  • Verkehr
  • Industrie
  • Gewerbe-Handel-Dienstleistung (GHD)
  • Private Haushalte
  • Kommunale Liegenschaften und Infrastruktur

Fragen und Antworten:

Durch die Treibhausgasbilanz erhält die Kommune eine Übersicht über die klimarelevanten Hauptemittenten ihres Einzugsbereichs. Anhand dieser Erkenntnisse lassen sich relevante Maßnahmen ableiten, ein Aktionsplan beziehungsweise ein Klimakonzept erstellen und die Wirksamkeit von Maßnahmen dokumentieren.

Die Stadt, Gemeinde oder der Landkreis beschließt durch den Beitritt zum Bündnis der hessischen Klima-Kommunen  das Engagement zum Klimaschutz und unterzeichnet die Charta "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen". Nach Festlegung der Zuständigkeiten wird eine Treibhausgasstartbilanz und ein Aktionsplan für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen erstellt.

Wichtig für eine aussagekräftige Treibhausgasbilanz sind belastbare Daten. Die Treibhausgasbilanz kann mit regionalen und lokalen Informationen detailliert ausgearbeitet werden. Ein besonderer Fokus gilt den kommunalen Liegenschaften, der Infrastruktur und dem Fuhrpark, da die Kommunen hier direkte Einflussmöglichkeiten haben.

Das Land Hessen unterstützt die Befähigung seiner Kommunen zu Klimaschutz-  und Klimawandelanpassungsmaßnahmen mit vielfältigen Angeboten.  Die Treibhausgasbilanzierung ist für die Ableitung der Maßnahmen eine wesentliche Säule. Die Fachstelle der Klima-Kommunen sowie die LEA Hessen komplettiert das Serviceangebot an Kommunen als Unterstützerin bei der Aktivierung und Umsetzung von Vorhaben sowie durch Fachschulungen und Beratungen zu Fördermittelangeboten.

LEA Hessen bietet in Kooperation mit ECOSPEED folgende Schulungen an:

  • Einsteigerschulungen (online)
    08.09.2022 von 08:00 bis 12:30 Uhr

 

  • Multiplikatorenschulungen (online)
    für Landkreise, Regierungspräsidien, Regionalverbände
    Termine bei Anfrage

 

  • Schulungen zum Szenarienmodul von ECOSPEED Region (online)
    Termin für September geplant

 

Bei Interesse an einer solchen Schulung wenden Sie sich gerne an Frau Katharina Reuß (katharina.reuss@lea-hessen.de) und Herrn Andreas Schubert (andreas.schubert@lea-hessen.de).

Hinweis für Städte und Gemeinden Mittelhessen:
Bezüglich der Datenbeschaffung für Ihre kommunale Treibhausgasbilanzierung verweisen wir auf die Beibehaltung der bisherigen bewährten Unterstützung durch das RP Gießen mittels Datenbereitstellung über das Energieportal Mittelhessen www.energieportal-mittelhessen.de, sowie auf die Fortführung der direkten Unterstützung durch Ihre Landkreise.

Hinweis für Mitgliedskommunen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain:
Der Regionalverband FrankfurtRheinMain unterstützt seine Mitgliedskommunen bei der Datenbeschaffung für die kommunale Treibhausgasbilanzierung beispielsweise mit kommunalen Energiesteckbriefen. Diese sind über die Website des Regionalverbands einsehbar: https://www.klimaenergie-frm.de/Klima-Energie/Daten/Kommunale-Energiesteckbriefe/

 

 

  • Schornsteinfegerdaten: Wenn Sie Interesse an den Schornsteinfegerdaten für Ihre Kommune haben, können Sie sich per Mail an Herrn Harald Stehl, den Geschäftsführer des Landesinnungsverbands Schornsteinfegerhandwerk Hessen (harald.stehl@livhessen.de) wenden. Sie erhalten anschließend einen Kostenvoranschlag von ihm. Die Kosten variieren, je nachdem wie viele Kehrbezirke in Ihrer Kommune vorliegen.
  • Daten der Energieproduktion: Die Fachstelle der Klima-Kommunen stellt für die hessischen Kommunen jedes Jahr einen Steckbrief über die EEG-geförderten Anlagen zur Verfügung. Dieser Steckbrief enthält Informationen über die installierte Leistung und Stromerzeugung von erneuerbaren Energieanlagen in Ihrer Kommune sowie in Hessen insgesamt. Es werden dabei nur EEG-geförderte Anlagen betrachtet, d.h. Anlagen, die eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz erhalten. Die Daten stammen aus dem Energiemonitoring des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, mit dem die Hessen Agentur beauftragt ist. Sollten Sie den Steckbrief nicht erhalten haben, wenden Sie sich gerne an die untenstehenden Ansprechpartner.
  • Daten der Netzbetreiber: Sie können die leitungsgebundene Energieträger bei Ihrem kommunalen Netzbetreiber(n) anfragen. Diese Anfrage sollte möglichst persönlich an einen Ansprechpartner beim Netzbetreiber gerichtet sein. Eine allgemeine Info-Mailadresse kann möglicherweise zu Verzögerungen bei der Datenbereitstellung führen. Das Ziel des Anschreibens sollte eine vollständige und zeitnahe Datenbereitstellung (ohne mehrfaches Nachfassen) sein. Hierfür stellen wir Ihnen einen Entwurf für ein Anschreiben an den Netzbetreiber sowie Erfassungstabellen, die Sie ebenfalls mit senden können, zur Verfügung:

Weiterführende Literatur:

Der Praxisleitfaden "Klimaschutz in Kommunen", vom Difu herausgegeben, erläutert ausführlich in Kapitel B4 die "Quantitative Ist-Analyse: Energie- und Treibhausgas-Bilanz".  Zu finden ist der Leitfaden unter folgendem Link: https://leitfaden.kommunaler-klimaschutz.de/

Weitere Informationen zu BISKO (Empfehlungen zur Methodik der kommunalen Treibhausgasbilanzierung für den Energie- und Verkehrssektor in Deutschland) vom ifeu finden Sie hier:

Erläuterungen zum ifeu-Verkehrsmodell Tremod finden Sie hier: https://www.ifeu.de/methoden-tools/modelle/tremod/

Referenz aus Trebur

Anne Koszela
Anne Koszela, Umweltbeauftragte Trebur
@ Stadt Trebur

"Für Bürgerinnen und Bürger sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sind die Auswertungen der Bilanzierung sehr anschaulich. Mithilfe der THG-Bilanz können wir Handlungsbedarfe aufzeigen, Ziele anstreben und auch Erfolge sichtbar machen. Die Ergebnisse der Bilanz fließen in unseren Klimaaktionsplan ein. Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Reduzierung der Treibhausgase werden identifiziert, ausgewählt und realisiert. Eine regelmäßige Fortschreibung ist vorgesehen. Und natürlich werden die Ergebnisse auf allen Verbreitungskanälen der Gemeinde veröffentlicht. Und wenn wir das Klimaschutzkonzept aktualisieren,  werden wir die Interessensgruppen wieder einbinden."

- Anne Koszela, Umweltbeauftragte der Stadt Trebur

Referenz aus Limburg

Mira Stockmann
Mira Stockmann, Energie-, Klima- und Umweltschutzbeauftragte Limburg
@ Stadt Limburg

"Eine Treibhausgasbilanz ist wichtig, um den aktuellen Stand zu kennen und um Potentiale festzustellen wie der Ausstoß von Treibhausgasen vor Ort reduziert werden kann. An der Erstellung waren viele Ämter und Abteilungen beteiligt, die Daten bereitgestellt haben - zum Beispiel das Stadtbauamt, das Hauptamt, das Ordnungsamt und der städtische Betriebshof. Die Idee für eine Bilanz kam durch die Mitgliedschaft bei den Klimakommunen. Im Rahmen der Erstellung eines Aktionsplans ist die Durchführung einer Treibhausgas-Bilanzierung der erste Schritt, um sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln, die den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in Limburg vorantreiben."

- Mira Stockmann, Energie-, Klima- und Umweltschutzbeauftragte der Stadt Limburg

Ihre Ansprechpartner

 

LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA)

Katharina Reuß, Fachstelle für die Klima-Kommunen
Tel.: +49 (0) 611 / 95017 - 8453
E-Mail: klimakommunen@lea-hessen.de

Andreas Schubert, Fachstelle für die Klima-Kommunen
Tel.: +49 (0) 611 / 95017 - 8491
E-Mail: klimakommunen@lea-hessen.de