Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen

Lernen und Handeln für unsere Zukunft

Maßnahmendatenbank

Wiederbewaldungskonzept


Kommune / Landkreis

Rosbach v.d.Höhe / Wetteraukreis

Beschreibung

Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch nicht abschließend ersichtlich, wie groß die Schäden durch Sturm, Borkenkäfer oder Hitze und entsprechend die Flächen sind, welche entsprechend wieder bewaldet werden müssen. Derzeit sind durch Borkenkäferbefall und Trockenheit etwa 100 bis 120 ha des Stadtwaldes zu Kahlflächen geworden. Diese sollen durch gelenkte Sukzession wieder bewaldet werden. Erfahrungsgemäß wird sich auf den Flächen im Stadtwald eine bunte Mischung von Baumarten mit flugfähigen Samen verjüngen (z.B. Fichte, Lärche, Kiefer, Birke, Vogelbeere, Ahorn, Weide, Hainbuche). An den Rändern auch Baumarten mit schweren Samen (z.B. Rotbuche, Traubeneiche). Diese Naturverjüngung soll übernommen werden und durch Pflegearbeiten in den kommenden Jahrzehnten zu einem klimastabilen Mischwald entwickelt werden, der allen ökologischen und ökonomischen Anforderungen gerecht wird. Nur dort wo die Verjüngung ausbleibt, soll mit künstlicher Verjüngung von Baumarten, die weniger unter Trockenheit leiden, gearbeitet werden. Praktische Erfahrungen hierzu haben gezeigt, dass Flächen unter 0,4 ha dabei nicht berücksichtigt werden müssen. Diese Kleinflächen mit Kraut- und Strauchflora sind häufig wertvolle Lebensräume und erhöhen die biologische Vielfalt im Stadtwald. Sind die Flächen größer als 0,4 ha sollen diese, in Bereichen bei überwiegend Nadelholzverjüngung, mit Laubholz z.B. Eiche bepflanzt werden; in Bereichen mit überwiegend Laubholzverjüngung, mit Nadelholz (z.B. Kiefer oder Douglasie). Ökonomisch würde die schnelle Bepflanzung (sofern geeignetes Pflanzgut überhaupt verfügbare wäre) den städtischen Haushalt mit rund 10.000 € je ha belasten. Bei der derzeitigen Schadfläche also rund 1-1,2 Mio. Euro. Die Naturverjüngung dagegen ist kostenfrei. Aus ihr entwickeln sich Mischwälder, die nach Art und Alter gemischt sind und damit unempfindlicher gegen Schädlinge oder Klimaextreme sind. Diese Vorgehen bringt also sowohl ökonomische als ökologische Vorteile mit sich.

Handlungsfeld

Naturschutz

Typ

Studien- und Konzepterstellung, Machbarkeitsuntersuchung

Finanzierung

vollständig eigenfinanziert

Status

laufend

Ansprechpartner


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