Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen

Lernen und Handeln für unsere Zukunft

Anpassung

Wettbewerb Klima-Kommunen "So machen wir's"

Für die Kategorie Klimaanpassung wurden Projekte, wie beispielsweise die Errichtung städtischer Blühflächen, Renaturierung von Flüssen, Maßnahmen der Stadtplanung zum Umgang mit Starkregenereignissen und Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Klimaanpassung eingereicht.

Gummistiefel

Die Gewinner 2021 in der Kategorie Klimaanpassung:

Frankfurt am Main
Preisträger in der Kategorie Klimaanpassung
© HMUKLV

Preisträger in der Kategorie Klimaanpassung

Die Stadt unterstützt mit „Frankfurt frischt auf“ Unternehmen & Private bei der Klimaanpassung. Förderfähig sind Dach- & Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen mit Begrünung, Regenwasserspeicherung zur Bewässerung, sowie die Installation von öffentlich zugänglichen/wirksamen Trinkbrunnen bzw. Verschattungsmaßnahmen. Außerdem gibt es eine kostenlose Beratung für alle Interessierten. Bis zu 50 % der Kosten, maximal 50.000 €, werden bezuschusst. Die Stadt stellt dafür 10 Mio. Euro zur Verfügung.

Klimaanpassungsmaßnahme
Dachgarten in Sachsenhausen
@ Frankfurt am Main

„Frankfurt war 2018 die heißeste Stadt Deutschlands. Das wird kein singuläres Ereignis bleiben. Es gibt Prognosen, wonach wir hier in Zukunft mit Temperaturen von über 45 Grad rechnen müssen. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass Frankfurt eine lebenswerte Stadt bleibt. Mit dem Programm „Frankfurt frischt auf“ wollen wir mehr Grün in die Stadt bringen. Pflanzen haben im Gegensatz zu Beton oder Stein eine abkühlende Wirkung, helfen bei der Rückhaltung von Regenwasser bei Unwettern und leisten einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Daher fördern wir als Stadt Frankfurt die Begrünung von Dächern, Fassaden und Höfen mit bis zu 50.000 Euro.“

- Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen, Stadt Frankfurt am Main

Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Preisträger in der Kategorie Klimaanpassung
© HMUKLV

Preisträger in der Kategorie Klimaanpassung

Die Kreisverwaltung Hersfeld- Rotenburg schafft mit dem Projekt „nachhaltige Regenwasser Bewirtschaftung“ dem hohen Anteil an abflusswirksamen Flächen durch den geplanten Erweiterungsbau entgegenzuwirken. Durch gesteuerte Versickerung des Regenwassers verteilt auf dem gesamten Gelände sowie dem Auffangen des Regenwassers in einer Zisterne wird der abgeleitete Regenwasserabfluss in die Kanalisation auf ein Minimum reduziert und dem Grundwasserkörper direkt zugeführt.

Anbau des Landratsamtes in Bad Hersfeld
Baustelle: Einbau Regenwassermanagement
@ Anne Biskamp, Pressestelle Landratsamt

„Mit unserem innovativen Projekt zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung schaffen wir es, dass das gesamte Regenwasser auf dem Gelände des Landratsamts trotz der versiegelten Flächen im Boden versickert und dem städtischen Mischwasserkanal sowie dem Grundwasser zugeführt wird. Die Entscheidung für die Zisterne in Verbindung mit einer automatischen Tröpfchenbewässerung der gesamten Außenanlage wurde aus ökologischen Gründen getroffen. So wird eine mikroklimatische Verbesserung des Innenhofbereichs durch Verdunstung ermöglicht, ohne Frischwasser einzusetzen. Die gesamte Entwässerungsplanung beruht auf der Grundlage, ein möglichst effizientes, ökologisches und wirtschaftliches System mit Zukunftsperspektive für den Verwaltungsstandort Bad Hersfeld zu konzipieren. Damit setzen wir ein neuartiges Projekt um, das nicht zuletzt dem Grundwasserspiegel zugutekommt und eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung einnimmt.“

- Dr. Michael Koch, Landrat, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Keine leichte Wahl!

Nach welchen Kriterien wurden die Gewinner-Projekte ausgewählt? Welche Faktoren waren entscheidend? Alle Informationen zu den Bewertungskriterien haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Die Wettbewerbsjury

Die Sichtung der Einsendungen und die Wahl der Gewinnerprojekte erfolgte durch eine Expertenjury, die auch über die Verteilung der Preisgelder entschied. Hier finden Sie die Mitglieder im Überblick.

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Rückblick

In den Jahren 2019 und 2017 fanden jeweils in Frankfurt am Main die Siegerehrung und Preisverleihung des Wettbewerbs unter dem Motto „So machen wir‘s“ statt, den das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausrichtete.

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